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So sollte Kommunikation nicht laufen…

Die UPTODATE-Offensive sucht einen Schirmherrn

Die UPTODATE-Offensive, ein Zusammenschluss von über 200 Handwerksunternehmen, hat die Initiative für mehr Wertschätzung ins Leben gerufen. Sie soll die gegenseitige Wertschätzung in der Gesellschaft fördern. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Schulen, die bekanntermaßen stark mit sozialen Gegensätzen zu kämpfen haben. Für über 60.000 Euro wurden Schülersets, ein Buch mit Postkarten, ein Comic und sogar eine iPhone-App produziert und aufwändig an die Schulen gebracht.
Einen weiteren Schub erhofften sich die Initiatoren um Rolf Steffen (Team Steffen AG) durch die Suche nach einer prominenten Schirmherrschaft aus der Politik. Doch die Suche wurde zur Ochsentour. Nicht, dass es Absagen gegeben hätte – diese hätten ja zumindest eine Antwort bedeutet. Stattdessen stießen die Initiatoren auf eine Mauer des Schweigens und wurden mit fadenscheinigen Vertröstungen aus den Vorzimmern hingehalten.
Schließlich, nach mehrfachem Nachfragen und sogar einem öffentlichen Brief an die deutsche Politik, kam eine Antwort aus dem Büro von Sylvia Löhrmann (Bündnis 90/Grüne), Ministerin für Schule und Weiterbildung in NRW: „Die Werteerziehung […] hat einen festen Platz in der schulischen Ausbildung. Insofern braucht es keine gesonderten Initiativen“.

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Crash im Möbelhaus

Es ist kurz vor Weihnachten und wir bekommen über Neujahr Besuch von guten Freunden. Keinen Moment zu früh haben meine Frau und ich uns dafür entschieden, ein zusätzliches Gästebett zu kaufen. Nachdem dieses Ding ja nur ein zusätzliches Bett sein sollte, haben wir uns relativ schnell auf einen Futon geeinigt. Wahrscheinlich kennen Sie diese japanischen Dinger, vielleicht von früher. Man schläft eigentlich ganz gut darauf und kann sie relativ problemlos zusammen rollen und irgendwo verstauen.

Aber wie gesagt: Es war schon kurz vor Weihnachten und mich beschlichen leise Zweifel. Es gibt zwar jede Menge Händler bei denen man Futons kaufen kann aber alle hatten Lieferzeiten von sechs bis acht Wochen – und das war dann schon längst im neuen Jahr. Nichtsdestotrotz rief ich im größten Möbelhaus unserer Gegend an, um mein Glück zu probieren und so nahm das Unheil seinen Lauf:

Weibliche Stimme: „XY-Möbelhaus – Was kann ich für Sie tun?“

P.B.: „Peter Brandl, guten Tag. Ich bin auf der Suche nach einem Futon. Das ist so eine japanische Matratze. Kennen Sie das und haben Sie so was?“

„Da verbinde ich Sie in die Abteilung!“

Palim, palim, palim

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Die Kommunikations-Crashs 2010

2010 war ein Jahr, das viel Gesprächsstoff geboten hat – vor allem für mich als Crash-Kommunikationsexperten. Es gab eine Menge verbaler Entgleisungen, die viel über die Menschen verraten, die sich im Nachhinein im entscheidenden Moment wohl lieber auf die Zunge gebissen hätten. Entweder redeten sie aneinander vorbei, zu viel, zu wenig oder einfach nur „dummes Zeug“. Hier sind meine persönlichen „Kommunikations-Crashs des Jahres 2010“:

Platz 3: Wikileaks

Angela Merkel wird von den amerikanischen Politikern nur “Teflon” genannt, weil so wenig an ihr haften bleibt, Wolfgang Schäuble ist ein „zorniger, alter Mann” und Günter Öttinger nicht nur ein „schlechter Redner“, sondern auch noch eine „lahme Ente“. Dank Wikileaks weiß jetzt die ganze Welt, was die amerikanischen Politiker über Angela Merkel & Co. denken. Der Enthüllungs-Skandal zeigt, wie gefährlich (und auch peinlich) es werden kann, wenn vielen Menschen zu viel brisantes Material kommuniziert wird. Amerika gewährte mehreren Hunderttausend Staatsbediensteten den Einblick in hochsensible Depeschen und wundert sich, dass sie irgendjemand veröffentlicht. Und Wikileaks? Ist für viele über das Ziel hinaus geschossen. Denn mit ihren unbegrenzten Racheakten sind sie gerade dabei, ihren Robin Hood-Bonus zu verspielen. Und dann ist da ja noch der Soldat Bradley Manning, der die ganze Geschichte erst ins Rollen brachte, als er im Internet-Chat mit dem Hacker Adrian Lamo die hochbrisanten Informationen ausplauderte. Der junge Mann brüstete sich, welch außergewöhnliche Möglichkeiten er hat: „Was würdest du tun, wenn du unbegrenzten Zugang zu geheimen Netzwerken hättest?“ Heute ist er der verratene Verräter und wartet im Militärgefängnis auf seinen Prozess. Im Fall Wikileaks ist die Kommunikation also auf ganzer Linie „gecrasht“. Was mit harmlosen Lästereien unter Politikern angefangen hat, wurde letztlich zu einem weitreichenden und peinlichen Politikum.

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