So sollte Kommunikation nicht laufen…

Die UPTODATE-Offensive sucht einen Schirmherrn

Die UPTODATE-Offensive, ein Zusammenschluss von über 200 Handwerksunternehmen, hat die Initiative für mehr Wertschätzung ins Leben gerufen. Sie soll die gegenseitige Wertschätzung in der Gesellschaft fördern. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Schulen, die bekanntermaßen stark mit sozialen Gegensätzen zu kämpfen haben. Für über 60.000 Euro wurden Schülersets, ein Buch mit Postkarten, ein Comic und sogar eine iPhone-App produziert und aufwändig an die Schulen gebracht.
Einen weiteren Schub erhofften sich die Initiatoren um Rolf Steffen (Team Steffen AG) durch die Suche nach einer prominenten Schirmherrschaft aus der Politik. Doch die Suche wurde zur Ochsentour. Nicht, dass es Absagen gegeben hätte – diese hätten ja zumindest eine Antwort bedeutet. Stattdessen stießen die Initiatoren auf eine Mauer des Schweigens und wurden mit fadenscheinigen Vertröstungen aus den Vorzimmern hingehalten.
Schließlich, nach mehrfachem Nachfragen und sogar einem öffentlichen Brief an die deutsche Politik, kam eine Antwort aus dem Büro von Sylvia Löhrmann (Bündnis 90/Grüne), Ministerin für Schule und Weiterbildung in NRW: „Die Werteerziehung […] hat einen festen Platz in der schulischen Ausbildung. Insofern braucht es keine gesonderten Initiativen“.


Wenn Frau Löhrmann der Meinung ist, dass wir Bürger uns nicht in die Aufgaben der Politik einmischen sollen, hätte sie das zumindest etwas positiver formulieren können.

Fukushima – Verschleiern und Verbeugen als Informationspolitik

Grausam genug, was vor neun Wochen in Japan passiert ist – aber was sich die Betreiberfirma Tepco erlaubt, ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer und der Weltöffentlichkeit. Es wird taktiert, verschleiert und offenbar auch gelogen, dass sich die Balken biegen. Nach wie vor möchte man uns vorgaukeln, die Situation sei zwar gefährlich, aber kontrollierbar. Dabei sollten wir längst wissen: Kontrolle von Atomunfällen ist eine Illusion.

In gewisser Weise handelt Tepco so, wie kleine Kinder es tun. Die brutale Wahrheit wird kleingeredet und Entschuldigungen treten an die Stelle von Offenheit und Wiedergutmachung. Doch auch, wenn die japanische Mentalität das Verschleierungsprinzip besonders drastisch zeigt: Letztlich ist es bei vielen anderen Fällen ähnlich. Ob eine Bohrinsel sinkt oder giftige Stoffe an Afrikas Küsten entsorgt werden. „Wahrheit“ scheint ein überaus dehnbarer Begriff zu sein.
Am Ende ist es hier auch wie bei den Kindern: Die Wahrheit kommt ja doch heraus. Und dann machen die Lügen alles noch schlimmer – vor allem die Strafen.

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  1. Gravatar of Andreas Huber

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